Sternsinger aus Seelsorgeeinheit stellen sich an die Seite von Kindern mit Behinderung

Meckenbeuren (sz) - „Wir gehören zusammen“ – das ist die Kernbotschaft der Sternsinger bei der Aktion Dreikönigssingen 2019. Damit stellen sich die Mädchen und Jungen, die als Sternsinger gekleidet von Haus zu Haus gehen, an die Seite von Kindern mit Behinderung. Exemplarisch werden bei der aktuellen Aktion Sternsinger-Projekte aus Peru vorgestellt.

In der ersten Januarwoche sind die Sternsinger der Seelsorgeeinheit Meckenbeuren wieder in den Straßen unterwegs. Mit dem Kreidezeichen „20*C+M+B+19“ bringen sie in den Gewändern der Heiligen Drei Könige den Segen „Christus segne dieses Haus“ zu den Menschen, sammeln für benachteiligte Kinder in aller Welt und werden damit selbst zu einem wahren Segen, heißt es in der Ankündigung. Los ging es am Samstag in Brochenzell und Kehlen: 38 Kinder waren in St. Jakobus der Einladung zu einem ersten Treffen gefolgt. Sie werden von einem neuen Orga-Team angeleitet: Annabel Rilling, Tamara Keller und Ramona Öhs sind auf Petra Bucher und Sabine Kösler gefolgt. In Kehlen haben 39 Kinder der Vorstellung der Aktion gelauscht, darunter fünf neue Gesichter. Der Rahmen wurde genutzt, die Spende der Zweitklässler der Kehlener Schule vom Verkauf der Martinsgänse in Höhe von 465 Euro durch die Elternvertreterinnen Sabine Kugler-Heisig und Sandra Kuhlman zu übergeben. Das Organisationsteam um Anja Badent sagte herzlich „Vergelt’s Gott!“ In beiden Kirchengemeinden nutzte die neue Jugendreferentin Beate Jacobs bei der Einführung ins Thema die Chance, sich bei den Kindern bekannt zu machen: „Es ist beeindruckend, wie viele Kinder mit sehr viel Spaß und Freude auch 2019 bei den Sternsingern mitwirken möchten. Der Einsatz der vielen Kinder und Jugendlichen sowie ihrer Begleitenden spiegelt sich jedes Jahr in einem tollen Spendenergebnis wider. Das ist gerade für die Kinder eine wichtige Bestätigung, dass sich ihr Einsatz für Gleichaltrige in armen Ländern lohnt. Die Sternsinger sind ein wichtiges Zeichen für eine junge, aktive und lebendige Kirche, die mit einer christlichen Botschaft zu den Menschen unterwegs ist.“

Bei der 61. Aktion Dreikönigssingen wollen die Sternsinger deutlich machen, wie schwer es Kinder mit Behinderungen besonders in Entwicklungs- und Schwellenländern haben, und dabei sind die Mädchen und Jungen aus Brochenzell, Kehlen und Meckenbeuren nicht allein. Bundesweit werden sich wieder rund 300 000 Kinder und 90 000 Begleiter auf den Weg machen. Neben digitalen und analogen Bildungsmaterialien zur Aktion steht vor allem der Film des TV-Reporters Willi Weitzel im Mittelpunkt der Vorbereitung. Weitzel hat sich in Peru darüber informiert, was die Sternsinger mit ihrer Hilfe alles bewirken können. Die Träger der Aktion, das Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), wollen dazu beitragen, den Blick auf Kinder mit Behinderung zu verändern: Sie sind nicht auf ihre Behinderung zu reduzieren, sondern sind wie alle anderen Kinder neugierige, entwicklungsfähige und bereichernde Geschöpfe Gottes und haben ein Recht auf die uneingeschränkte Teilhabe am Leben der Gesellschaft. Über eine Milliarde Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart 1959. Im Vorjahr hatten die Mädchen und Jungen zum Jahresbeginn 2018 bundesweit mehr als 48,8 Millionen Euro gesammelt.  (Anja Badent/erschienen SZ Tettnang)

Am 3. Januar 2019 werden die Sternsinger ausgesendet und ziehen im Anschluss durch die Gemeinden.