Ministranten in 72-h-Aktion

Wenn die Jugend Vorbild ist - 72-Stunden-Aktion der Ministranten spendet Freude und schweißt zusammen

Meckenbeuren (wie) Sie mähen den Rasen, jäten Unkraut, tanzen mit Senioren, bauen Spiele für Kindergärten, Schulen und Altenheime, auch Sitzbänke samt Unterstand, zeigen Organisationstalent und handwerkliches Geschick und haben noch viel Spaß dabei. Das ist die Jugend, die sich bei den Ministranten in den Kirchen engagiert und am vergangenen Wochenende bei der 72-Stunden-Aktion im Dekanat und deutschlandweit.

Natürlich waren auch die Ministranten der Meckenbeurer  Seelsorgeeinheit mit dabei, die vielen Menschen eine große Freude machten. Da waren die Brochenzeller, die ganze 72 gute Taten auf dem Programm hatten und im Dorf viele Anlaufstellen. Nach ihrem Aufruf haben sie der alten Dame den Drucker repariert, bei der Friedhofspflege geholfen oder in Gärten von Menschen, die sich vielleicht nicht mehr bücken konnten oder keinen Zaun mehr bauen. Kehlens Gemeindehaus wurde derweil zur großen Schreinerwerkstatt. 970 Jenga-Hölzer wurden dort von Hand geschliffen, die heute als Spiele in allen 14 Gruppenräumen der teilnehmenden Gruppen zu finden sind. Dazu Mikadoteile in Übergröße, eine Memory-Spiel für die Kindergärten in Kehlen und Brochenzell und ein übergroßes Scrabble-Spiel für‘s Altenheim, das die Kinder und Jugendlichen mit den Senioren bei der Übergabe gleich einmal mit ihnen spielten. Spiele aus Holz sollten es sein, die man mit vielen Leuten draußen und drinnen spielen kann, für Jung und Alt. Am Donnerstag um 17.07 Uhr bekamen sie die Aufgaben gestellt, die bis Sonntag 17.07 Uhr abgeschlossen sein mussten.

Eine große Herausforderung war dies auch für die Meckenbeurer Ministranten, die Holzbänke fürs Don-Bosco-Haus in Eriskirch bauten. Transportabel sollten diese sein mit Rückenlehnen, wetterfest und robust, aus Holz oder Metall und von zwei Personen getragen werden können. Dem nicht genug wurde von ihnen ein Unterstand verlangt, unter den die Bänke und ein Rasenmäher passen. Keine leichte Aufgabe also, die ganz besonderes handwerkliches Geschick verlangte. Und wer denn glaubt, dass alles bereit lag für die Gruppen, der täuscht sich sehr. Von der Planung über die Materialbeschaffung bis zur Ausführung und Übergabe, lag alles in der Hand der Ministranten. Eine Zusatzaufgabe für die Meckenbeurer war dann noch die musikalische Unterstützung bei der Abschlussveranstaltung in St. Canisius, die sie mit ihrer Band mit Leichtigkeit meisterten.

Eine tolle Leistung für jeden Einzelnen und eine Herausforderung war es, die alle mit ganz viel Spaß gemeistert haben, mit großem Zusatzgewinn. Denn: „Jeder kann hier seine Stärken zeigen. Das schweißt sie jedes Mal zusammen“, weiß Beate Jacobs, die Jugendreferentin der Seelsorgeeinheit. Ab neun Jahre waren die jungen Teilnehmer alt und ernteten viel Lob von der Jugendreferentin und Pfarrer Josef Scherer und natürlich von all jenen, die in den Genuss ihrer Arbeit kamen. Allen Sponsoren und Helfern sagen die Ministranten herzlich Dankeschön! (erschienen SZ TT)