Kirchengemeinderat in Kehlen zeigt auch mit Abstand Geschlossenheit

Gabriele Zehrer und Dietmar Schorrer führen mit Pfarrer Scherer den Rat wieder an

Kehlen (wie) Lange hat es gedauert, bis die konstituierende Sitzung beim Kirchengemeinderat stattfinden konnte. Gerlinde Baumann ist neu im Team. Stefan Spöcker ist ausgeschieden. Ihm gilt ein großes Dankeschön für seinen Einsatz.

Einigkeit herrschte am Mittwochabend im Kehlener Kirchengemeinderat, der die Wahlen im Fluge abarbeitete. Gabriele Zehrer ist wieder die Gewählte Vorsitzende, mit Dietmar Schorrer als Stellvertreter. Auch im Dekanat vertritt sie die Kirchengemeinde als Kirchengemeinderätin. Die Schriftführung übernimmt wieder Helga Wiechert und auch die Ausschüsse waren schnell wieder belegt. All seinen Räten sprach Pfarrer Josef Scherer sein herzliches Dankeschön aus, „dass sie bereit waren, bei der Wahl zu kandidieren und Verantwortung für die Kirchengemeinde im Gremium übernehmen“.

„Jeder Einzelne von uns gibt das Schöpfungswerk weiter“, freute er sich und fragte nach den Wünschen und Ideen seiner Ratsmitglieder. Diese kamen zuhauf: „Einen Plan B für die nächste Wahl“ sollte erarbeitet werden, „man müsse gerüstet sein, falls Kandidaten fehlen oder andere Umstände danach verlangen“. „Das Zusammenwachsen in der Seelsorgeeinheit soll weiter gestärkt und ausgebaut werden, in gemeinsamen Aktionen und Veranstaltungen“. Der Kirchengemeinderat geht hier mit gutem Beispiel voran, beim gemeinsamen KGR-Wochenende am 22. und 23. Oktober. „In gemeinsamen Ausschüssen in den Bereichen Jugend, Soziales oder Liturgie könnte man außerdem viel gemeinsam gestalten“, war Pfarrer Scherer wichtig. Auch verwaltungstechnisch stehen Aufgaben an, die es zu bewältigen gibt. Die Nutzung des Gemeindehauses, das normalerweise so sehr mit Leben gefüllt ist, wird nun in den Blick genommen und ein Hygieneplan erarbeitet.

Dem nicht genug: „Neue Zugänge zur Jugend sollen gefunden, bestehende gestärkt und die Ökumene weiter vorangetrieben werden“, wünschten sich die Kehlener weiter und blickten auch auf die Auswirkungen von Corona bei den Gottesdienstbesuchern. „Wir müssen den Glauben selber leben“, war dazu die Meinung von Brigitte Götz und die Gewissheit: „Wer trotz der Umstände die Gottesdienste besucht, dem sind sie auch wirklich wichtig“.  Seit 1981 ist sie im Kirchengemeinderat aktiv, neben ganz vielen weiteren Aufgaben. Sie tritt ihre neunte Periode an und ließ sich noch einmal von der guten Zusammenarbeit im Team begeistern und locken. Auch sie macht sich für die Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit stark: „Wir müssen das Gesamte im Blick haben, gemeinsame Ziele, denn es bröckelt auch manches ab“. (erschienen SZ Tettnang)