Nur Liebe schulden wir den Anderen

Zur Nächstenliebe ruft Pfarrer Scherer beim Kirchenpatrozinium in Kehlen auf

„Das Verenafest war immer etwas Besonderes für uns in Kehlen“, sprach Pfarrer Josef Scherer am Sonntag in St. Verena, „mit den Fahnenabordnungen und dem Antreten der Vereine. Mit dem Kirchenchor, dem Frühschoppen mit der Musikkapelle, dem Mittagessen dem Driemtiem“. 2020 war alles anders. Das Wichtigste aber ist geblieben: „Man war zusammen“.

So sagte er zuerst einmal Dankeschön: Allen, die immer dabei waren, parat gestanden haben und diesen Tag und all die anderen Gelegenheiten zu einem Fest in der Gemeinde haben werden lassen. Die Hoffnung war am Sonntag, einen besonderen Gottesdienst draußen feiern zu können, mit der Musikkapelle, was leider nicht möglich war. „Es werden andere Zeiten kommen“, schaute er voraus und ließ sich das Feiern trotzdem nicht nehmen. „Schon wenn wir auf die Kirche zugehen, sehen wir die Heilige Verena, mit Krug und Kamm“, lenkte er den Blick auf sie und ihr Leben, das Armen und Kranken so sehr zum Heil wurde. Er erzählte ihre Geschichte und freute sich: „Diese Frau tut mir gut, tut uns allen gut!“.

„Nur die Liebe schulden wir den Anderen“, schaute er auf die Welt und bat für die Menschen: „Soll ein Stern, wie Verena einer war aufleuchten in unserer Welt. Vor allem für die Menschen die leiden“. Für die Kinder, Frauen und Männer, die an Covid19 erkrankt sind: „Heiliger Gott, erbarme Dich“. „Für alle die sich und andere schützen. Für alle Helfer und die Menschen in Not, die durch die Pandemie noch einmal verstärkt wird“. Dazu sangen Margrit Stoppel, Lydia Greinwald, Karin Brugger, Heinz Nußbaumer und Wolfgang Götz von der Empore und Brigitte Götz spielte die Orgel dazu. Ein Genuss in diesen Tagen und beim schönen Gottesdienst für die Heilige Verena.

„Selig seid Ihr“, sangen sie, „wenn ihr Wunden heilt, Lieben lernt, Krüge füllt, Fesseln sprengt, Schuld verzeiht und einfach füreinander da seid“. (wie)