Das Leben der Kinderarbeiter ist hart und ungerecht

Für Kinderrechte setzen sich die Sternsinger 2018 ein - in Indien und weltweit

In Indien war Willi Wetzel in diesem Jahr für die Sternsinger unterwegs und hat das Leid aufgezeigt, das Kinder dort ertragen müssen. Davon haben unsere Sternsinger am Mittwochnachmittag bei ihrem ersten Treffen im Gemeindehaus St. Verena erfahren. Mucksmäuschenstill war es und das Mitgefühl für die Kinder war groß, die dort so schwere Arbeiten verrichten müssen, unter katastrophalen Umständen.

60 Millionen Kinder arbeiten allein in Indien - so lautet die Schätzung, in Steinbrüchen oder in der Schmuckherstellung. 100 Rupien verdienen die Kinder, umgerechnet 1 bis 1,50 Euro am Tag, was kaum fürs Essen für die Familie reicht und dennoch überlebenswichtig für sie alle ist. „Ausbeutung von Kindern ist verboten“, erklärte Jugendreferent Daniel Baumann im Gemeindehaus, „das ist bei den Vereinten Nationen festgeschrieben“. Dennoch brauche es Menschen, die sich dafür einsetzen und sie umsetzen. Dabei hilft auch der Einsatz der Sternsinger, die mit ihrer Spende vieles möglich machen. Schulen können gebaut und eingerichtet werden und Familien unterstützt, damit die Kinder weniger arbeiten müssen und zur Schule gehen können. Allein mit Bildung, das wurde auch im Film gezeigt, haben diese Kinder eine Zukunftschance. Was genau die Rechte von Kindern sind, zeigte der Jugendreferent den Kindern im Quiz und so mancher war erstaunt, dass das Recht auf Staatsangehörigkeit, Alter, Herkunft, Name, sauberes Trickwasser oder der Schutz des Lebens, nicht selbstverständlich sind auf der ganzen Welt.

Am 3. Januar 2018 werden die Sternsinger ausgesendet und gehen von Haus zu Haus. Wer hier dabei sein will, kann sich gerne noch anmelden. Das gilt auch für erwachsene Helfer, die die Kinder begleiten oder das Team um Anja Badent, Sabine Spöcker, Carmen Schöllhammer und Daniel Baumann unterstützen. Bitte melden Sie sich unter Tel. 07542-979714 oder sternsinger-stverena-kehlen(at)gmx-topmail.de. (wie)